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Das Essen an den Feiertagen: Viel zu gut und viel zu viel

Wir sollten nicht gleich die Kilo-Krise kriegen, wenn wir an Fest- und Feiertagen gelegentlich über die Stränge schlagen – bereut man doch laut William Somerset Maugham jene Sünden am meisten, die man nicht begangen hat. Entscheidend ist, dass wir, wenn der ganze „Zauber“ vorbei ist, wieder zu unserem bewussten, sinnvollen und gesunden Ernährungs- und Bewegungsverhalten zurückfinden.

So geben wir der Fettverbrennung Zunder

Hier ein Schokokonfekt und da ein Zimtstern und ein Schlückchen in Ehren von dem guten Eierlikör … damit muss nun wieder Schluss sein. Wenn wir dem Winterspeck Kontra bieten wollen, sollten wir uns abgewöhnen, nebenher zu naschen – weder beim Autofahren, noch während der Arbeit und schon gar nicht abends vor der Flimmerkiste. Wenn keine Stoffwechselkrankheit (wie etwa Diabetes mellitus) vorliegt, genügen drei Mahlzeiten pro Tag vollkommen – und zwischen diesen sollten jeweils vier bis fünf Stunden Ess-Pause liegen.
Zwischendurch darf und soll viel getrunken werden – am besten Wasser, Tee oder andere kalorienfreie Getränke. Benötigen wir zwischendurch Energie, weil der Blutzuckerspiegel abgesunken ist, wird diese von den Fettzellen bereitgestellt – dadurch brauchen wir das extra für diese Situation eingelagerte Fett wieder auf.
Nicht nur feste Essenszeiten, sondern auch die Konzentration auf die Nahrungsaufnahme, der Genuss, spielen eine wichtige Rolle bezogen auf das Gewichtsmanagement. Unser Essen hat unsere volle Aufmerksamkeit verdient – ablenkende Tätigkeiten nebenher beeinträchtigen unser Sättigungsgefühl, wir merken unter Umständen gar nicht, wie viel wir uns ‚so nebenbei‘ hinter die Kiemen schieben. Den Geschmack erleben wir ausschließlich, solange sich die Nahrung noch im Mund, und nicht im Magen befindet; deshalb langsam kauen und jeden Bissen mit allen Sinnen genießen.
Freilich sollten auch die Qualität und Zusammensetzung unserer Mahlzeiten passen, damit wir unserem Körper alle wichtigen Nährstoffe wie Eiweiß, gute Fette, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Mikronährstoffe (Vitamine und Spurenelemente) in ausreichender Menge zukommen lassen. Und wenn einmal die süße Versuchung zu sehr lockt, sollte man sich ihr in Form eines Nachtisches hingeben – der Zucker vermischt sich mit der vorangegangenen Mahlzeit und schießt dadurch nicht zu schnell ins Blut.

Sich regen bringt zusätzlichen Segen – man kann drohendem Übergewicht durchaus auch davonlaufen/-gehen – regelmäßige Bewegung sollte für uns alle zur Selbstverständlichkeit werden. Letztendlich ist uns doch allen klar, dass wir nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zunehmen – sondern zwischen Neujahr und Weihnachten.
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