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Meilensteine in der Medizin – Röntgen

 

© grieze AdobeStock 34991498

 

 
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die zufällige Entdeckung eines Physikers zu einer medizinischen Sensation: Die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen. Er selbst nannte diese Strahlen „X-Strahlen“. Erhalten geblieben ist diese Benennung im englischen Sprachraum, wo sie nach wie vor als X-Rays bezeichnet werden. Bei seinen Experimenten dachte Röntgen nicht an medizinische Zwecke oder an die vielen weiteren Anwendungsmöglichkeiten, die die Röntgenstrahlen inzwischen haben. Tatsächlich experimentierte der Physiker im November 1895 mit Elektrizität. Es fiel ihm auf, dass in einem Versuchsaufbau Strahlen entstanden, die auch stoffliche Gegenstände durchdringen konnten. Röntgen untersuchte die Strahlen näher und erkannte dabei schnell, dass sie in der Lage waren, verschiedene Materialien wie Papier und Pappe, aber auch Haut und Muskulatur, zu durchdringen – Metall und Knochen jedoch nicht. So gelang es Röntgen kurz darauf, die Hand seiner Frau abzubilden. Die Knochen und einen Ring, den sie trug, waren dabei gut sichtbar.
Mit seiner Entdeckung hatte Röntgen es möglich gemacht, ins Innere von Körpern zu sehen und diese Körper dabei unversehrt zu lassen. Die Neuigkeit von diesem Meilenstein der Medizin verbreitete sich außergewöhnlich schnell und schon relativ kurze Zeit später gab es in Hamburg die erste Klinik, die auch Untersuchungen mit Röntgenstrahlen durchführte. Röntgen selbst brachte seine Entdeckung im Jahr 1901 den ersten Nobelpreis für Physik ein. Er verzichtete jedoch darauf, die Strahlen patentieren zu lassen. Das machte es möglich, seine Entdeckung sehr schnell mit großer Verbreitung zu nutzen und brachte die Möglichkeiten, medizinische Diagnosen zu stellen, um einiges weiter. Durch die Röntgenstrahlung eröffnete sich eine vollkommen neue Betrachtungsweise von körperlichen Beschwerden, die vorher in dieser Form nicht möglich war.

So groß die Freude über die neue Entdeckung war, wurden mögliche Nebenwirkungen der Strahlung jedoch noch nicht ins Auge gefasst. Im Gegenteil, öffentliche Demonstrationen oder die Anwendung von Röntgenstrahlen zu Zwecken, die medizinisch gar nicht notwendig gewesen wären, waren keine Seltenheit.
Tatsächlich ist Strahlung grundsätzlich jedoch krebserregend. Entscheidend ist die Strahlendosis und die Zeit und Häufigkeit, also wie lange und wie oft man Strahlung ausgesetzt ist. Im Laufe der Zeit wurde die Strahlenbelastung bei Röntgenuntersuchungen immer weiter reduziert, die Verfahren immer genauer und mit der Computertomographie (CT) auch wesentliche neue Vorgehensweisen entwickelt.
Trotz aller Verbesserungen ist es jedoch nach wie vor so, dass Strahlenbelastung ein ernst zu nehmender Vorgang ist. Deswegen müssen Röntgenuntersuchungen medizinisch gerechtfertigt sein und der Nutzen für den Patienten das Risiko überwiegen. Vor allem bei Kindern, Jugendlichen und Schwangeren wird darauf geachtet, die Belastung möglichst gering zu halten. Bei Schwangeren wird vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft nach Möglichkeit ganz auf Röntgenaufnahmen verzichtet, da das ungeborene Kind besonders empfindlich auf Strahlung reagiert.

In der modernen Medizin werden bildgebende Verfahren, die auf Röntgens Entdeckung basieren, in unterschiedlichen Fällen angewendet. Die bekannteste Anwendungsform ist wahrscheinlich das Röntgen beim Verdacht auf Knochenbrüche, um erstens den Verdacht dahingehend zu bestätigen oder zu widerlegen. Zweitens auch genau sehen zu können, um welche Art von Fraktur es sich handelt und wie die Position des Knochens bzw. der Knochenteile aussieht.
Weitere Anwendungsgebiete sind das Gefäßröntgen, das bei Verletzungen oder Erkrankungen der Blutgefäße zum Einsatz kommt, das Röntgen der Brust bei der Mammografie, um auf Brustkrebs zu untersuchen, oder auch Erkrankungen und Verletzungen verschiedener Organe wie Magen, Nieren, Herz oder Lungen. Auch beim Zahnarzt kann ein Röntgen des Kiefers für eine Diagnose sehr hilfreich sein.

Neben medizinischen Röntgenaufnahmen profitieren auch zahlreiche andere wissenschaftliche Disziplinen von Röntgens Entdeckung. So werden Formen des Röntgens zum Beispiel bei archäologischen Untersuchungen eingesetzt und machen es unter anderem möglich, Mumien zu untersuchen, ohne die Bandagen entfernen zu müssen.
Auch in der Kunst spielt das Röntgen eine Rolle, genauso in der Geologie und bei der Materialüberprüfung.
Ein anderes Gebiet ist der Bereich der Sicherheit, wo es möglich ist, die Ladung von Containern zu überprüfen. Die Entdeckung der Röntgenstrahlen war also nicht nur ein Meilenstein der Medizin, sondern hat die Wissenschaft insgesamt ein großes Stück weitergebracht.
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